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Abendmahl

Das Abendmahl ist ein "Sakrament", das heißt: eine heilige Handlung, die uns unmittelbar an Gottes Heil, Güte und Kraft teilhaben lässt. Außer dem Abendmahl hat nur noch die Taufe solche außerordentliche Macht.

Das Abendmahl ist dreifaches Heil zugleich:

1. Christen erinnern sich an Jesus Christus und daran, wie er sich für uns Menschen eingesetzt hat (Erinnerungsmahl);

2. Christen bekommen durch das Brot und den Kelch Gottes Liebe spürbar mitgeteilt; dadurch gewinnt jeder einzelne etwas, das ihn mit jedem anderen, der zum Tisch des Herrn kommt, ganz eng verbindet: "Wir werden eins durch ihn!" (Gemeinschaftsmahl);

3. Wo Christen geheimnisvoll Anteil bekommen an Gottes Güte und Kraft, muss alles Dunkle und Belastende weichen: das Mahl macht heil, so dass wir wirklich Gott gegenüber treten können (Vergebungsmahl).

Weil das Abendmahl so wichtig ist, soll es möglichst häufig gefeiert werden. In unserer Gemeinde ist es Brauch, dass es in der Erlöserkirche an jedem ersten Sonntag, in der Gnadenkirche an jedem dritten Sonntag im Monat gefeiert wird. Dabei werden die Einsetzungsworte gesprochen und Brot und Wein ausgeteilt. Aus Rücksicht auf alkoholkranke Gemeindeglieder wird der Wein in immer mehr Gemeinden durch Traubensaft ersetzt. Das ist richtig, da sonst eventuell Gemeindeglieder vom Mahl ausgeschlossen sind; und es ist auch kein Widerspruch zur Bibel, wo nur die Rede ist vom "Kelch" und vom "Gewächs des Weinstocks", jedoch nicht ausdrücklich von Wein. In der Gnadenkirche feiern wir das Abendmahl grundsätzlich alkoholfrei.

Die Zulassung zum Abendmahl kann auch Kindern erteilt werden, wenn das Presbyterium dies beschließt. In unserer Gemeinde ist es üblich, dass der Konfirmandenunterricht auf das Abendmahl vorbereitet und bereits während der Unterrichtszeit die Jugendlichen zum Mahl eingeladen werden. So erleben sie, dass sie vollgültig zur Gemeinde dazugehören!

Für den Empfang des Abendmahls ist nicht viel zu beachten. Auf Einladung des Pfarrers oder der Pfarrerin kommt man in den Altarraum und nimmt im Halbkreis Aufstellung. Kommt der Austeilende mit dem Brot (Oblate), so hält man die Hände hin, wie wenn man betet - jedoch mit nach oben geöffneten Handflächen. Auf die zum Empfang geöffneten Hände wird das Brot gelegt, das man normalerweise gleich zum Mund führt und isst.

Nach dem Essen wird der Kelch gereicht. Man nimmt den Kelch entgegen, hält ihn an den Mund und nimmt einen Schluck. Der Pfarrer oder die Pfarrerin sorgt dafür, dass der Kelch gedreht und zwischendurch sein Rand gereinigt wird. Die Angst vor Krankheitserregern ist übertrieben, außerdem wirkt der Silberanteil im Kelch antiseptisch. Gerade durch das Trinken aus dem gemeinsamen Kelch wird die Gemeinschaft des Abendmahls verdeutlicht.
Wer nicht aus dem Kelch trinken will, kann aber auch die Oblate zunächst verwahren und dann kurz in den Kelch tunken, wenn dieser gereicht wird. Diese Form nennt man "Intinctio".

Bei sehr großen Abendmahlsfeiner (z. B. Konfirmationen in der Erlöserkirche) feiern wir das Abendmahl manchmal auch als sogenanntes "Wandelabendmahl": die Gottesdienstbesucher kommen einer nach dem anderen in einer durchgehenden Reihe nach vorne, nehmen erst die Oblate in Empfang, gehen einmal hinter dem Altar her und bekommen an der anderen Seite, bevor sie wieder zu ihrem Platz zurück gehen, den Kelch gereicht.

Ältere oder kranke Gemeindeglieder, die nicht zur Kirche kommen können, können selbst oder durch Bekannte den zuständigen Pfarrer oder die zuständige Pfarrerin benachrichtigen, wenn sie ein Hausabendmahl wünschen.




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Händehalten beim Abendmahl



„Wenn man die Taufe als die Eintrittstür in die christliche Gemeinschaft bezeichnet, dann ist das Abendmahl der Heimathafen jeden Glaubens. Beim Abendmahl erfährt der Glaubende die Nähe zu Christus. Hier ist die Mitte des Erlösungsglaubens gleichsam mit Händen zu greifen, und deswegen wurde sie immer wieder auch mit Ellbogen verteidigt.“ So heißt es in einer Denkschrift der Evangelischen Kirche. Unverzichtbar für die Feier sind die biblischen Einsetzungsworte, das Vaterunser, die Austeilung von Brot und Wein und der Dank an Gott. Daneben gibt es in den lutherischen Gemeinden einen reichen Schatz weiterer möglicher Elemente, wie z. B. der Wechselgesang, ausführliche Lobgebete oder die Bitte um den heiligen Geist. Ausgehend von der Tatsache, dass die Gemeinde im Abendmahl nicht nur zu einer Gemeinschaft mit Christus, sondern auch untereinander verbunden wird, erfolgt die Austeilung in der Regel im Kreis. Dabei unterstreicht das Händereichen die Gemeinschaft der zum Tisch Geladenen. Dieser „Friedensgruß“ wird von vielen unserer Gemeindeglieder als Konsequenz der Gemeinschaft mit Gott verstanden: Die Liebe Gottes, die uns von oben her erreicht, zielt auf die Geschwister zu beiden Seiten. Weil der Friede untereinander am besten als Geschenk und Gabe zu begreifen ist, sehen wir von einem Händedruck schon vor dem Empfang des Abendmahls ab, wie er in der katholischen Kirche üblich ist. Dies könnte als eine menschliche Vorleistung missverstanden werden. Natürlich darf der Friedensgruß nicht als Zwang erlebt werden. Wer nicht die Hände reichen will, kann diese vor der Brust verschränken oder ineinander falten. Übrigens wird der Friedengruß, den wir uns in der ersten Zeit sogar als „Friedenskuss“ vorstellen müssen, schon in der Bibel (2. Kor. 13,11-12) erwähnt und in Kirchenordnungen des zweiten Jahrhunderts bezeugt.



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