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Impressum

Die ehemalige Gnadenkirchengemeinde

Am 1. Dezember 1899 schieden die „Lennegemeinden“ Eppenhausen, Halden, Herbeck, Fley und Holthausen aus der „Größeren Evangelischen Gemeinde Hagen“ aus; sie wurden „ausgepfarrt“ und bildeten fort an zusammen die selbstständige Kirchengemeinde Eppenhausen. Die Gemeinde wuchs sehr rasch, insbesondere durch die zügige Bebauung ihres „Stadtbezirks“ Eppenhausen-Emst, dessen Gliederzahl sich zwischen 1914 und 1923 fast verdoppelte, während der „Landbezirk“ Fley, Halden, Herbeck und Holthausen nur mäßig wuchs. Bis 1933 erhöhte sich die Zahl der Gemeindeglieder auch durch die 1932 entstandene Loxbaumsiedlung noch einmal deutlich auf 5300.


 

Dienstsiegel der ehemaligen Gnadenkirchengemeinde



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Bereits 1926 wurde daher eine Hilfspredigerstelle geschaffen. Pfarrer Koetter erhielt den Bereich Eppenhausen, Bredelle, Loxbaum, Fley und Halden, Hilfsprediger Brünninghaus betreute Emst-Bissingheim, Haßley, Holthausen und Herbeck. Beide waren für jeweils etwa 2500 Gemeindeglieder seelsorgerisch verantwortlich. Weil die Hilfsprediger ständig wechselten, drängte das Eppenhausener Presbyterium darauf, eine zweite ständige Pfarrstelle einzurichten. Die Stelle wurde allerdings erst 1939 genehmigt und 1940 mit Pfarrer Johannes Kruse besetzt.


 

Pfarrer Kruse ( 1974)



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Im Juli 1947 stellte das Presbyterium fest, dass mit der alten Regelung zwar eine zahlenmäßig gleiche Verteilung der Gemeindeglieder gegeben war, nicht aber die Voraussetzung für eine wirksame Gemeindearbeit. Man strebte deshalb eine dritte Pfarrstelle an. Diese wurde auch genehmigt, und seit September 1948 bestand die Gemeinde aus drei Pfarrbezirken: Dem ersten, nämlich Eppenhausen, Hammacher und Holthausen mit Pfarrer Schaub, dem zweiten Bezirk Emst-Bissingheim und Haßley mit Pfarrer Kruse und dem dritten Bezirk Halden, Fley und Herbeck mit Pfarrer Dr. Wagner, der im Januar 1949 in sein Amt eingeführt wurde.
Ab 1946 fanden die Hauptgottesdienste in der Haldener Schule und im Eppenhauser Gemeindehaus statt – die Kirche war am 2. Dezember 1944 in Schutt und Asche gesunken. Außerdem gab es alle vierzehn Tage einen Frühgottesdienst in der Holthauser Schule und auf Emst in einer Baracke an der Schiefen Hardt. Somit bildete sich fast von selbst eine Vierteilung der Gemeinde heraus, die ursprünglich nicht beabsichtigt war und sich nicht mit den drei bestehenden Pfarrbezirken deckte, die aber den Bedürfnissen der Gemeindeglieder entsprach und erstmals ausdrücklich die besonderen Verhältnisse in Holthausen berücksichtigte. Die Randlage des Dorfes machte Holthausen zu einem „Sorgenkind“, zur „geographischen Kuriosität“. Aber gerade deswegen bedurfte Holthausen einer besonderen Aufmerksamkeit, wie der Eppenhauser Pfarrer 1951 schrieb. Im April 1954 schließlich wurde der selbstständige Seelsorgebezirk Holthausen gebildet. Am 2. Mai 1954 wurde der zum Prediger vorgeschlagene Volksmissionar Willy Stuckmann in sein Amt eingeführt.

Mit dem Entstehen der Gemeindebezirke Eppenhausen, Emst, Halden und Holthausen ging nahezu folgerichtig und gleichsam zwangsläufig die Errichtung und Einweihung neuer Gotteshäuser einher: 1952 der Friedenskirche in Halden, 1955 der wieder aufgebauten Dreifaltigkeitskirche in Eppenhausen und der neu errichteten Gnadenkirche in Holthausen und 1956 der ebenfalls neu
errichteten Erlöserkirche auf Emst.

Hatte 1959 noch die Tendenz bestanden, Holthausen der neu entstehenden Kirchengemeinde Emst anzugliedern, so fasste im Januar 1963 das Presbyterium der Gemeinde Eppenhausen einstimmig den Beschluss, alle vier Gemeindebezirke in die Selbstständigkeit zu entlassen. Als Bezeichnung für die neuen Kirchengemeinden war der jeweilige Name ihrer Kirche vorgesehen. Damit entstand mit den drei neuen Gemeinden am 1. Januar 1964 die Gnadenkirchengemeinde Hagen-Holthausen.

Laut Wahlprotokoll, das Pastor Stuckmann aufsetzte, wurden am 10. Mai 1964 zu Presbytern gewählt: Fritz Brand, Walter Flügge, Berthold Fritz, Fritz Hoffmann, Wilhelm Kuhlmann, Günther Meyer, Maria Weber und Gustav Turck. Den Kindergarten leitete Magdalene Siewert, die auch Organistin war. Das Küsteramt versah Frau Schibalski.



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Pfarrer Stuckmann folgten:

Pfarrer Erich Eltzner 1967 bis 1976


 

Pfarrer Eltzner ( 2009)



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Pfarrer Gottfried Leich 1976 bis 1977,

Pfarrer Werner Ehmler 1978 bis 1988,

Pfarrer Christoph Schäffer 1989 bis zu seinem frühen Tod am 19. Juni 2003.


 

Pfarrer Schäffer ( 2003)



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Dr. Christoph Weiling versah von Oktober 2002 bis Mai 2005 als Pfarrer im Entsendungsdienst Vertretungsaufgaben in der Gemeinde.


 

Pfarrer Dr. Christoph Weiling



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Kleine Chronik der Gnadenkirche

1554
Pastor Johannes G. Wippermann (1524-1610) führt die Reformation in Hagen ein: An das Ereignis wird 1954 in allen Hagener Gemeinden in einer 400-Jahr-Feier erinnert.

1895
Bei der Volkszählung werden für Holthausen 805 Einwohner ermittelt. Viele Holthauser besuchen lieber die Kirche in Hohenlimburg-Elsey statt die Hagener Johanniskirche. Die Dörfer Eppenhausen, Fley, Halden, Herbeck und Holthausen werden zum "Lennebezirk" zusammengefasst, dabei soll Plänen zufolge Holthausen bald darauf mit Eilpe und Delstern zu einer selbständigen Kirchengemeinde abgepfarrt werden, was aber aufgrund der weiten Wege verworfen wird.

1896
Errichtung einer Hilfsgeistlichen-Stelle für den Lennebezirk.

1897
Pastor Koetter wird in die Stelle eingeführt.

1898
Die Holthauser Vertreter sprechen sich einstimmig für eine Abtrennung des "Lennebezirks" von der "Größeren evang. Kirchengemeinde Hagen" aus.

1899
Die Urkunde über die Errichtung der selbständigen Kirchengemeinde Eppenhausen tritt in Kraft.

1900
Das erste Presbyterium der neuen Gemeinde wird eingeführt. Aus Haßley gehört dazu Carl Wehberg genannt Schulte und aus Holthausen Heinrich Schulte. Der seit 1897 als Hilfsprediger wirkende Friedrich Koetter wird erster Pfarrer und bleibt bis zu seinem Tod 1938 im Dienst.
Grundsteinlegung der Eppenhauser Kirche (heute Dreifaltigkeitskirche). Die Zahl der Gemeindeglieder beträgt etwa 2500. In den Orten Halden und Holthausen gibt es bereits Bibelstunden.

1901
Einweihung der Eppenhauser Kirche durch Generalsuperintendent Nebe.

1904
Eine erste Visitation stellt fest, dass sich durch den Kirchbau das kirchliche Leben vor allem im engeren Gemeindeteil Eppenhausen nicht gebessert hat; die Zahl der Gottesdienstbesucher bewegt sich zwischen 100 und 200.

1912
Schwesternstation und Frauenhilfe Eppenhausen werden begründet.

1926
Hans Brünnighaus tritt als erster die neueingerichtete Hilfspredigerstelle an. Sein Bezirk umfasst Emst-Bissingheim, Haßley, Holthausen und Herbeck (insgesamt damals rund 2500 Gemeindeglieder); der Pfarrstelleninhaber Koetter versorgt die gleiche Zahl im Bezirk Eppenhausen, Bredelle, Loxbaum, Fley und Halden. Nachfolger von Brünnighaus sind die Pastoren Rübesam, Hübner, Harre, Zillessen, Kruse, Stratmann und Willms.

1928
Bau des Gemeindehauses in Eppenhausen.

1933
Die Zahl der Evangelischen hat sich seit Gründung der Gemeinde vor allem durch die Bebauung des Emster Feldes ("Gartenvorstadt Emst") und der Siedlung Bissingheim verdoppelt; bei den Kirchenwahlen wählen die Holthauser im Verhältnis 229:32 die "Deutschen Christen".

1940
Pastor Johannes Kruse tritt die an Stelle der Hilfspredigerstelle 1939 errichtete zweite Pfarrstelle an, während die erste Pfarrstelle nach dem Tod Koetters in die Hände eines fanatischen "Deutschen Christen" gefallen ist. Für den bald zum Heeresdienst einberufenen Pastor Kruse übernimmt für fünf Jahre Pfarrer Krüger die Vertretung.

1944
Ein Großangriff mit Brandbomben zerstört die Eppenhauser Kirche.

1946
Es entwickeln sich vier Gottesdienstzentren: Neben dem Gottesdienst in Eppenhausen gibt es einen weiteren in der Haldener Schule sowie alle 14 Tage einen Frühgottesdienst in der Holthauser Schule. Der Gottesdienst in Emst wird zunächst behelfsmäßig in einer Baracke auf der Schiefen Hardt gefeiert, doch entwickelt sich auch hier eindeutig ein neuer Mittelpunkt des Gemeindelebens.

1947
Eine Neuabgrenzung der Bezirke wird beschlossen, da die bisherige Aufteilung nur an einer gleichmäßigen Verteilung der Seelenzahl, nicht aber am Aufbau einer effizienten Gemeindearbeit in eigenständigen Bezirken interessiert ist.

1948
Errichtung des dritten Pfarrbezirks aus Halden, Fley und Herbeck.

1949
Einführung von Pfarrer Dr. Wagner in die dritte Pfarrstelle. Holthausen gehört jetzt mit Hammacher und Eppenhausen zum ersten Pfarrbezirk; Emst-Bissingheim bildet mit Haßley den zweiten Pfarrbezirk "Eppenhausen-Emst". Die Bezirke entwickeln sich immer mehr zu in sich geschlossenen Gemeinden. Bereits am Ostern 1952 wird die neue Kirche in Halden geweiht, im Mai 1956 (Rogate) die Erlöserkirche, deren Grundstein im Juli 1954 gelegt worden war.

1954
Es wird ein selbständiger Seelsorgebezirk Holthausen gebildet.
Ordination von Volksmissionar Willy Stuckmann für den Dienst als Pastor in Holthausen mit einem Zusatzauftrag als Gefängnisseelsorger.
Gründung der Frauenhilfe Holthausen.
Grundsteinlegung des Kindergartens und der Kirche am fünften Sonntag nach Trinitatis. Bauherr ist der Gesamtverband. Weil der Bau so bald nach dem Krieg als eine Gnade erlebt wird, erhält die Kirche die Bezeichnung Gnadenkirche. Holthausen hat nun etwa 1100 evangelische Einwohner.

1955
Einweihung der Gnadenkirche an Trinitatis durch Oberkirchenrat Niemann. Der Bauschmuck soll den Namen der Kirche versinnbildlichen. Ein Bildteppich im Altarraum zeigt die Fußwaschung, den Dienst der Gnade, den Christus den Seinen tut. Außen erinnert ein Pelikan an einen Reim aus dem 17. Jahrhundert ("Des Herrn Jesu Christi Blut allein von Sünden waschen tut. / Solches wir ein herrlich Vorbild han beim schönen Vogel Pelikan"). Ein Glasmosaik am Turm bringt in Gestalt des mantelteilenden Martinus zum Ausdruck, dass Gnade und Barmherzigkeit auch weiterzutragen sind in die Welt.
Wiedereinweihung der Eppenhauser Kirche durch Präses Wilm.

1956
Einweihung der Erlöserkirche mit Gemeindesaal und Wohnung in Emst.

1959
Pläne werden angestellt zur Angliederung Holthausens an eine neue selbständige Kirchengemeinde Emst.

1962
Die Hagener Großgemeinde wird aufgeteilt: Bredelle und Tondernsiedlung werden von Eppenhausen an die neue Matthäuskirchengemeinde abgegeben.
Errichtung der vierten Pfarrstelle für Holthausen. Sie wird weiter von Pastor Stuckmann verwaltet.

1963
Einstimmiger Beschluss des Presbyteriums Eppenhausen, alle vier bisherigen Gemeindebezirke (Emst, Halden, Holthausen, Eppenhausen) in die Selbständigkeit zu entlassen. Das Kirchenvermögen wird aufgeteilt. Als Bezeichnung der neuen Gemeinde soll der jeweilige Name der Kirche gelten. Die vier Pfarrer sollen jedoch die Zusammenarbeit fortsetzen, gelegentlichen Kanzeltausch beibehalten. Das Landeskirchenamt empfiehlt die Einordnung der Verwaltung aller vier Gemeinden unter die Aufsicht des Gesamtverbands.

1964
Die Urkunde über die Bildung der neuen selbständigen Kirchengemeinden tritt in Kraft. Die Dreifaltigkeitskirchengemeinde (ehemals engerer Gemeindeteil Eppenhausen) umfasst 2800, die Erlöserkirchengemeinde 4186, die Friedenskirchengemeinde 1940 und die Gnadenkirchengemeinde 841 Gemeindeglieder.
Erste Wahl in der Gnadenkirchengemeinde zur Übertragung des Presbyteramtes: gewählt werden Fritz Brand, Walter Flügge, Fritz Hoffmann, Wilhelm Kuhlmann, Günther Meyer, Maria Weber. Kandidiert hatten ferner Berthold Fritz und Gustav Turck.

1966
Pfarrer Stuckmann geht in den Ruhestand.
Baubeschluss für den Bau des Pfarrhauses in Holthausen.

1967
Einführung von Pfarrer Erich Eltzner. Er ist zusätzlich beauftragt mit der Leitung des synodalen Jugendpfarramtes.

1970
Planungsauftrag der Kreissynode für den Bau des Freizeitheims Holthausen.
Pfarrer Eltzner wird Landesjugendpfarrer und erhält einen Beschäftigungsauftrag in der Gemeinde Holthausen "auf angemessene Zeit".

1976
Pfarrer Gottfried Leich übernimmt die Pfarrstelle mit einem Zusatzauftrag am Pastoralkolleg in Villigst.

1977
Pfarrer Leich scheidet aus der Pfarrstelle aus.
Verbindung der Pfarrstelle in Holthausen mit der Seelsorge am kath. Krankenhaus St. Johannes in Hagen-Boele.
Pfarrer Werner Ehmler wird Nachfolger von Pfarrer Leich.

1981
Friedhelm Schnittker beginnt seinen Dienst als Organist und Chorleiter in Holthausen.

1988
Verabschiedung von Pfarrer Ehmler.

1989
Einführung von Pfarrer Christoph Schäffer. Zusatzauftrag ist die Öffentlichkeitsarbeit im Kirchenkreis.

1992/93
Das Gemeindehaus wird erweitert und neu eingeweiht.

2000
Wiedereinweihung der Gnadenkirche nach umfangreichen Renovierungsarbeiten. Diese wurden ermöglicht durch das Erbe des früheren Kirchmeisters Fritz Hoffmann.

2002
Pfarrer Dr. Christoph Weiling wird vom Kirchenkreis mit Vertretungsaufgaben vor allem in Holthausen betraut.

2003
Pfarrer Schäffer verstirbt im Dienst

2004
Gemeinsames Gespräch des Presbyteriums mit dem Presbyterium der Erlöserkirche und dem Superintendenten über eine Vereinigung der beiden Gemeinden mit dem Ziel, die pfarramtliche Versorgung aufrecht zu erhalten.



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5.6.2005
Die Gnadenkirche feiert ihr 50jähriges Bestehen mit einem großen Fest


 

Volle Kirche beim 50. Jubiläum der Gnadenkirche



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15.6.2005
Urkunde über die Vereinigung der Ev.-Luth. Erlöserkirchengemeinde mit der Ev.-Luth. Gnadenkirchengemeinde



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9.10.2005
Festliche Einführung von Pfarrerin Susanne Weiling in die Pfarrstelle der Gnadenkirchengemeinde



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