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Gemeindekonzeption

Ende September 2006 traf sich der damalige Bevollmächtigtenausschuss, Vorläufer des Presbyteriums, zu einem ganztägigen Einkehrtag. Man beschäftigte sich mit der Situation der fusionierten Emmaus-Kirchengemeinde. Vor allem sollte über die Zukunft der Gemeinde nachgedacht werden, ohne sich dabei immer an den sogenannten Sachzwängen zu orientieren. Es gab gute Gespräche und Überlegungen zum Stichwort „Profilgemeinde“. Im Prinzip waren sich die Anwesenden einig, dass Profilgemeinden (wie sie etwa in City- und Jugendkirchen zum Ausdruck kommen) die klassische Ortsgemeinde nicht ersetzen können. Gemeinde ist für den Bevollmächtigtenausschuss nach wie vor die erhaltenswerte Basis von Kirche.

Nach der Bibel sind grundlegend für ein echtes Gemeindeleben:
- Gotteslob und Gebet („Liturgia“);
- Vertrauensvolle Gemeinschaft („Koinonia“);
- Gegenseitige Hilfe und Seelsorge („Diakonia“);
- Bezeugung der Auferstehungsbotschaft in Lehre und Leben („Martyria“).

Es gilt, sich heute wieder auf diese Dimensionen von Gemeinde neu zu besinnen, denn fehlt auch nur eine, so fehlt Wesentliches. Gleichzeitig kann unsere Gemeinde aber nicht so tun, als sei sie von Entwicklungen und Herausforderungen unserer Tage unberührt. Es kann durchaus bald eine Zeit kommen, wo die reichhaltige Arbeit, wie wir sie bisher gewohnt waren und wie sie uns vertraut war, nicht mehr beibehalten können. Welche Schwerpunkte dann fördern, was aufgeben?

Zwei Fragen können bei der eigenen Entscheidungsfindung eine Rolle spielen:
- Warum bin ich in der Kirche?
- Was ist mein Traum von Kirche?

Im damaligen Bevollmächtigtenausschuss, dem Vorgänger des jetzigen Presbyteriums, wurde dazu am meisten das Stichwort „Heimat“ genannt. Ebenso war man sich einig, dass unsere Gemeinde zwar nicht Profilgemeinde werden, aber deutlich Profil, und zwar ein erkennbar protestantisches Profil zeigen soll.



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Gedanken zur Gemeindekonzeption

(Auszüge aus dem Gemeindebericht vom 27. 9. 2006, geringfügig aktualisiert)

Theologisches Leitbild
Mit der Vereinigung der Ev.-Luth. Gnadenkirchengemeinde und der Ev.-Luth. Erlöserkirchengemeinde zur Ev.-Luth. Emmaus-Kirchengemeinde ist die Entwicklung einer neuen Gemeindesatzung und eines gemeinsamen Leitbildes einhergegangen. Das im Namen, Siegel und Logo der neuen Gemeinde erkennbare Konzept heißt: miteinander auf dem Weg, gehalten und geborgen durch die gemeinsame Mitte, Jesus Christus als Haupt der Gemeinde, der durch seine Gnade als unser Erlöser unter uns wirkt, wenn wir aufmerksam und offen bleiben für sein heilsames Wirken. Es ist erfreulich, dass sich aufgrund dieses neuen Leitbildes und ausgehend von Gemeindekreisen selbst zwischen den beiden Bezirken, vor kurzem noch selbständigen Gemeinden, eine Kultur der gegenseitigen Anerkennung, Wertschätzung und Gastfreundschaft zu bilden beginnt.

Rahmenbedingungen
Aus der unsererseits kaum beeinflussbaren demographischen Entwicklung ergeben sich negative finanziellen Folgen für die Gemeinde. Sie stellen vor große Aufgaben, die einer Sisyphos-Arbeit ähneln, da die Zuweisungsmittel laufend nach unten „korrigiert“ werden. Es sind aber auch stabilisierende Faktoren erkennbar. Die Zahl der Kirchenaustritte scheint ihren Zenit überschritten zu haben. Viele auch kirchendistanzierte Menschen sind und bleiben in der Kirche, weil sie an den biographisch bedeutsamen Wendepunkten eine seelsorgerliche Begleitung und eine lebensnahe theologische Deutung wünschen. Bei den Amtshandlungen wird die Hilfe der Kirche regelmäßig in Anspruch genommen, um die Wendepunkte im Lebenszyklus sinnvoll zu gestalten. Zudem liegt vielen an der festlichen Gestaltung des Jahreszyklus, ganz besonders an Ostern, Kirchweih, Erntedank und Weihnachten.
Darüber hinaus lässt sich in unserer Gemeinde eine Tendenz zu einer Intensivierung der Kirchenmitgliedschaft erkennen. Ein erhöhtes kirchliches Engagement scheint dabei von zwei Faktoren mitbedingt: einerseits das stärkere Bewusstsein für die Krise der Kirche und damit einhergehend ein größeres Verantwortungsgefühl; andererseits direkte persönliche Berührungspunkte über die Kindergärten, die Konfirmandenarbeit, die Kasualhandlungen, die ein positives Kirchenbild fördern. Die Kirche wird akzeptiert in ihrem Bezug zur persönlichen Geschichte und zur Geschichte der Familie.
Der Trend bestätigt sich, dass die Kirchenmitgliedschaft mehr und mehr eine Entscheidungs- und Freiwilligkeitsangelegenheit wird, die allerdings mit mancherlei Erwartungen und Ansprüchen an die Kirche verbunden ist. Hier sind ein ernsthaftes Interesse an subjektiven Empfindungen, aber auch Kontinuität gefragt! Damit geht einher, dass die Mitgliedschaft stets als eine Mitgliedschaft zur konkreten Ortsgemeinde gelebt wird – eine Identifikation mit den übergeordneten Ebenen findet kaum statt.

Schwerpunktsetzung und Profilierung
Gemeindeglieder fragen kritisch, wo denn eigentlich die Kompetenz liegt, die für die Gemeindeleitung erforderlich ist. Gewünscht ist nicht eine Schwächung, sondern eine Stärkung der Kompetenz der Ortsgemeinden. Evangelische Kirche lebt nicht in Strukturen, sondern in einer Gemeinde aus Christenmenschen, für deren Selbstverständnis das Priestertum aller Gläubigen grundlegend ist. Die Rolle der Pfarrer ist dabei darin zu sehen, dass sie ehrenamtliches Engagement begleiten und unterstützen, das Vertrauen untereinander fördern, auch randständige Christinnen und Christen religiös ansprechen und in den Kernbereichen kirchlichen Lebens professionell handeln.
Für unsere Gemeinde unabdingbar ist der Gottesdienst als Zentrum, Mitte und Haltepunkt aller gemeindlichen Aktivitäten. Auch wenn über einzelne Formen diskutiert wird, in beiden Gottesdienststätten keine völlig gleichartige Liturgie verwendet wird, so ist der Gottesdienst grundsätzlich das A und O unserer Gemeindearbeit, da auf ihm die Verheißung liegt, hier Christus selbst und seine Gnade erfahren zu dürfen. Dementsprechend wird in die Gottesdienste viel Zeit und Mühe investiert, für eine gute Ausstattung und für die Instandhaltung der gottesdienstlichen Stätten gesorgt. Wichtig ist uns, dass der Gottesdienst als gemeinschaftliche Aufgabe wahrgenommen wird, daher wird konsequent auf die Beteiligung von Presbyterinnen und Presbytern, Lektorinnen und Lektoren, Konfirmandinnen und Konfirmanden geachtet. Um den Jüngeren den Zugang zum Gottesdienst zu erleichtern, findet zusätzlich zum Predigtgottesdienst in der Erlöserkirche eine „Familienkirche“ statt, die von einem Team vorbereitet wird. Regelmäßig finden in beiden Kirchen zudem Familiengottesdienste statt. Einen hohen Stellenwert haben Festgottesdienste unter Beteiligung der musikalischen Gruppen und/oder der Kindergärten.
Damit sind wir bei dem zweiten Schwerpunkt der Gemeindearbeit. In beiden Bezirken haben wir eine starke Identifikation mit der Gemeinde in den Kreisen und Gruppen, der sonntäglichen Kerngemeinde und bei den Ehrenamtlichen. Es ist jedoch nicht zu verkennen, dass diese besonders Engagierten zusammen mit ihrer Gemeinde älter geworden sind. Es ist daher wichtig, über die Kinder- und Jugendarbeit und flankierende Elternarbeit auch jüngere Menschen für die Gemeinde zu gewinnen.
Dabei kommt neben der Konfirmandenelternarbeit besonders der Kindergartenarbeit eine nicht zu unterschätzende Bedeutung zu. Bei den Gemeindefesten haben wir die gute Erfahrung gemacht, dass durch die frühzeitige Einbindung der Kindergärten zusätzliches ehrenamtliches Engagement geweckt werden kann und auch jüngere Menschen so einen Zugang zu ihrer Gemeinde finden.
Es ist aber auch unsere größte Verantwortung, wie eine kommende Generation weiterleben soll und die Kirche in ihr. Darum ist die Kindergartenarbeit unerlässlich – und sie muss unerlässlich kirchlich gebunden bleiben.
Eine zusätzliche Schwerpunktsetzung könnte sich daneben aus der günstigen Entwicklung der kirchenmusikalischen Arbeit (Chorarbeit / Konzerte) in der Gemeinde ergeben.

Regionale Vernetzung
Die Querverbindungen in der Region sind gut. Durch das Jugendkonzept ergibt sich eine enge Vernetzung zwischen den Gemeinden im Bereich der Kinder- und Konfirmandenarbeit. So wurde am 16. August 2006 erstmals ein regionaler KU-Tag durchgeführt. Vereinbart wurde außerdem ein vierteljährliches Treffen der Vorsitzenden, Kirchmeister und Pfarrstelleninhaber („erweiterte Regionalkonferenz“), um im Gespräch miteinander zu bleiben, regionale Vertreter in Kirchenkreisausschüsse zu delegieren und weitere Kooperationsmöglichkeiten zu entwickeln.



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